Die FIT-Regionenteams Ost und Süd hatten im Frühsommer zum Stammtisch geladen – einmal an die Spree in Berlin, einmal an den Wiener Platz in München.
Wer wissen will, wie breit das tierärztliche Berufsbild „Industrietierarzt/-ärztin“ inzwischen ist, setzt sich am besten an einen FIT-Stammtisch. Gleich zweimal hat die Fachgemeinschaft der Industrietierärzte (FIT) im Frühsommer dazu eingeladen: Ende Mai traf sich das Regionenteam Ost im Berliner Zollpackhof, wenige Tage später folgte das Regionenteam Süd im Hofbräukeller in München.
Beide Runden haben einmal mehr gezeigt, wie unterschiedlich die Arbeitstage derjenigen aussehen, die sich unter dem Dach der FIT zusammenfinden. Das Spektrum reicht von präklinischer Forschung, klinischen Studien und Toxikologie über Zulassung, Qualitätssicherung und Pharmakovigilanz bis zu fachlicher Beratung, Marketing und Wissenschaftskommunikation. Dazu kommen Kolleginnen und Kollegen aus Fortbildung und Redaktion, aus Versicherungen sowie aus Klinikmanagement und Verbandsarbeit. Mitglieder aus der Human bzw. Veterinärpharmaindustrie, oder aus der Futtermittel- und Lebensmittelbranche sitzen dabei genauso am Tisch wie Verbände und Unternehmen aus ganz anderen Ecken der freien Wirtschaft.
Genau darin liegt der Reiz solcher Abende: Wo sonst kommt jemand aus der Toxikologie mit jemandem aus dem Verbandswesen ins Gespräch? Diskutiert wurde über aktuelle Entwicklungen im Tierarzneimittelrecht, über den Fachkräftemangel und die Frage, wie man junge Kolleginnen und Kollegen für Engagement in der Berufspolitik und Interessengemeinschaften wie der FIT begeistert. Immer wieder ging es auch darum, wie wenig sichtbar viele dieser Tätigkeiten im Berufsstand „Industrietierärzte“ noch sind und was sich dagegen tun lässt. Dazwischen die ganz praktischen Dinge: Erfahrungen aus Projekten, Wege in neue Aufgabenfelder, der eine oder andere Rat, der einem später eine Menge Umwege erspart. Was in Vorträgen selten vorkommt, wird bei einem Bier oder Wein nebenbei erzählt.
In München waren neben den Regionensprecherinnen Dr. Isabelle Berthommé und Dr. Birgit Roser auch der FIT-Vorsitzende Dr. Stefan von Rüden dabei, der aus der Arbeit des Vorstands berichtete. Dass die Abende an beiden Orten deutlich länger dauerten als geplant, spricht für sich.
Die Regionenteams planen bereits die nächsten Termine, und am 5. Oktober steht mit dem nächsten FIT Connect wieder ein virtueller Vortragsabend an. Wer dazukommen möchte: Alle Informationen und die Kontaktdaten der Regionensprecherinnen und -sprecher gibt es unter www.industrietieraerzte.net. Auch Kolleginnen und Kollegen, die noch keine FIT-Mitglieder sind, sind herzlich willkommen.
Dr. Isabelle Berthommé und Dr. Birgit Roser, Regionenteam Süd
